Fachärztin für Allgemeinmedizin                 

Startseite Notdienste Kontakt Rechtliches Inhalt 

 

   

Unsere Sprechzeiten
Unsere Leistungen
So finden Sie uns
Das sind wir
Praxis u. Organisation
Informationen
Qualitätssicherung
  

   


Zurück Weiter

Hier finden Sie Informationen speziell für Menschen Säuglings- und Kindesalter

Wie aus Eltern Freunde werden
  • "Kinder brauchen Grenzen" dieser Titel eines bekannten Buches zur Kindererziehung ist auch nach der Ära der antiautoritären Erziehung durchaus aktuell, wobei ich den Begriff "Grenze" vielmehr als "Rückmeldung" verstehen würde.
  • Wer kennt die Situation nicht. Man ist irgendwo zu einer Veranstaltung Grillparty, Firmenfeier o.ä. und dort sind ganz nette Kollegen oder Freunde - nur ihre Kinder !?  Es scheint, als müssten Sie um jeden Preis auffallen - und das nicht unbedingt im positiven Sinne. Sicherlich, solange die Eltern dabei sind, sagt man lieber nichts. Das Problem - die Kinder können absolut nichts dafür, aber sie sind die Leidtragenden, denn sie werden die von den Eltern fehlende Rückmeldung über ihr nicht angemessenes Verhalten von ihrem Umfeld bekommen. Teilweise viel später und teilweise sehr schmerzhaft, oft ohne es zu verstehen.
  •  
  • Eines der Hauptauswahlkriterien bei der Auswahl von Kandidaten für eine Stelle ist heutzutage, die Fähigkeit, zu differenzieren, die Situation und die handelnden Personen richtig einzuschätzen und sein eigenes Verhalten so anzupassen, dass ein gestelltes Ziel erreicht wird.
  • Diese Fähigkeit ist Ergebnis eines langen Lernprozesses, der schon im Kindesalter beginnt.
  • Ein Kind zeigt eine Aktion und erwartet eine Reaktion seiner Eltern. Das ist das Maß aller Dinge. Die Reaktion kann Lob, Tadel oder neutral sein. Von dieser Reaktion macht das Kind seine nächste Aktion abhängig. Lob verstärkt die Handlung, Tadel dämpft sie. Bekommt das Kind keine Rückmeldung durch die Reaktion der Eltern, wird es eine stärkere Aktion zeigen und das soweit steigern - bis es eine entsprechende Reaktion auslöst. Dieses Grundprinzip zu verstehen ist ganz wichtig, denn darauf beruht des Prinzip "Erziehung". Je unmittelbarer, feiner und differenzierter die Reaktion der Eltern auf die Aktion ihrer Kinder ist, desto besser und sicherer wird das Lernverhalten des Kindes.
  • Mit der Zeit werden die Rückmeldungen komplexer. Man bezieht das Umfeld und anderem Menschen mit ein und macht die Bewertung der Handlungen des Kindes von der Gesamtsituation abhängig.
  • In den ersten Lebensjahren ist dies vor allem ein administrativer Prozess, der sich mit dem zunehmenden Verständnis der Eltern in einen kooperativen wandelt. Das heißt, es genügt nicht mehr die einfache Einschätzung, sondern diese muss zunehmend begründet und später auch diskutiert werden. Je nach Entwicklungsstand des Kindes muss man so zwischen 8 und 12 den Übergang vom Administrativen zum Kooperativen vollständig vollzogen haben. Dazu dient durchaus auch das Zugeben eigener Fehler und die Hantierung dieser.
  • Dieser Prozess setzt bereits mit der Kommunikationsfähigkeit des Kindes (also mit 1-3 Jahren) ein und läuft ununterbrochen. Der oft gehörte Spruch "... ja wenn mein Sohn/meine Tochter groß ist, dann machen wir ..." ist ein fataler Irrtum. Wenn Sie nicht in den ersten 10 Lebensjahren intensiv am Leben Ihrer Kinder teilnehmen und dabei zum Freund, zum gesuchten Berater werden, hat sich Ihr Kind andere Menschen gesucht, die ihm die gesuchte Rückmeldung geben, mit denen sie Sorgen und Freude teilen und deren Grundwerte sie übernehmen.

    Deshalb reden Sie soviel wie möglich mit Ihren Kindern. Lassen Sie den Gesprächsfaden nie abreißen. Nehmen Sie aktiv an deren kleinen und großen Problemen teil. Hören Sie zu und fragen Sie nach. Es ist auch für Sie eine wunderbare Erlebniswelt, die Ihnen sonst entgeht. Sie können die schwersten und schönsten Momente Ihrer Jugend noch einmal erleben und Sie werden die besten Freunde Ihrer Kinder - eine Bindung, die mit zu den Nachhaltigsten überhaupt gehört und ganz wesentlich für die psychische und physische Gesundheit Ihrer Kinder ist.


     
    Demnächst: Ernährung - Typ II Diabetes die Volksseuche der Zukunft - wir legen den Grundstein bei der Ernährung unserer Kinder

     

    Dr. med. Cornelia Hermann • Löwenberger Str. 50 • 90475 Nürnberg • Tel.: (0911) 988 188 2 • Fax.: (0911) 988 188 88
    Version: 2.05  •  Stand: 30. Dezember 2012 • Copyright © 2012 •  Webdesign von Dr. Ralf Hermann •  Alle Rechte vorbehalten • webmaster@dr-med-hermann.de